Ein Interview mit Thorsten Marquardt

Wir hatten mit Inga Land die Gelegenheit über :agile zu sprechen. Im zweiten Anlauf wollen wir mehr über Thorsten, den Geschäftsführer und Jurymitglied hören.

#SW_DUS: Du bist bei :agile sowas wie der Vordenker. Wie habt Ihr anfänglich das Thema Startup- Förderung in den Konzern getragen?

Thorsten: Wir haben uns von Anfang an ohne Limits allen Geschäftsideen geöffnet, sie ernst genommen und beantwortet. Wir haben verdeutlicht, dass es Ideen wie Sand am Meer gibt und letztendlich für die Umsetzungskraft die Leidenschaft entscheidend ist. So haben wir schnell Fahrt aufgenommen, bewusst das Risiko akzeptiert, dass ein Großteil der Ideen scheitert. Außerdem sind wir mit sehr viel positiver Energie und Beharrlichkeit vorgegangen. Wir haben viele Themen einfach entschieden, umgesetzt und uns ggf. später auch mal entschuldigt.

#SW_DUS: Wie war dein persönlicher Werdegang zum Thema Gründung?

Thorsten: Ich habe viele Jahre operativ gearbeitet, in den großen Konzern die Spielregeln verstanden. Dann habe ich gelernt, strategisch zu denken und häufig zu viele Powerpoints produziert. Irgendwann habe ich realisiert, dass sich Vorschläge für Ideen und Innovation besser diskutieren lassen als Absichtserklärungen und strategische Ziele. Bei Desertec habe ich gelernt, wie ein gutes Stakeholder- Management hilft Ideen durchzusetzen, umzusetzen und voran zu treiben (auch wenn der Erfolg am Ende dort aus anderen Gründen ausblieb). Enorm wichtig ist persönliche Überzeugungskraft und das gezielte Senden von Botschaften – schlichtweg story-telling. Glaubwürdigkeit und Vertrauen schafft man, wenn man am Ende einhält, was man zugesagt hat und Fehler offen eingesteht. So funktionieren auch Startups. Eine gute Story überzeugend vorgetragen, wird Investoren immer überzeugen erstes Geld für einen proof- of- concept bereitzustellen. Und dann heißt es, das Versprochene zu liefern oder sich eingestehen müssen, dass es nicht klappt. Eigentlich ganz einfach und manchmal halt ernüchternd.

#SW_DUS: Was ist für dich das heißeste Startup der letzten Jahre?

Thorsten: Spotify – es revolutioniert die Musikindustrie, die gesamte Medienindustrie und unser eigenes Musik-Konsumverhalten. Und ist dabei enorm werthaltig. Wahnsinn.

#SW_DUS: Welche drei Eigenschaften hat für dich ein echter Gründer?

Thorsten: Er ist mit 100% Leidenschaft und Überzeugung bei seiner Idee. Er ist bereit mit einem schlagkräftigen Team zu arbeiten. Er hat Traction, d.h. kann seine Kräfte in gezielte Aktionen umsetzen und enorme Geschwindigkeit halten.

#SW_DUS: Glaubst du die Kompetenzen eines Gründers können erlernt werden und wenn ja welche Schule des Lebens würdest du empfehlen?

Thorsten: Ja, man kann das erlernen. Grundvoraussetzung ist allerdings Neugier und eine gewisse – auch monetäre – Erfolgsgier. Die Schule ist man selbst von Kindheit an. Schon als Kind erlernen wir zu testen. Wenn wir Erfolg haben, machen wir mehr davon. Wenn wir auf die Nase fallen, machen wir es anders oder nicht mehr – jedenfalls im Normalfall. Als Gründer müssen wir vieles anfangen und testen, Misserfolge hinnehmen und lernen. Diese Mentalität kann man insofern über die Zeit erlernen.




Was genau ist eon :agile?

Liebe gründungsbegeisterte Netzgemeinde, wir haben mit Inga Land vom Team :agile gesprochen. Im Interview erfahrt ihr von Inga, was eon :agile genau ist und natürlich auch, warum eigentlich jeder am Startup Weekend teilnehmen sollte.

#SW_DUS: Was macht E.ON :agile?
Inga: :agile ist ein offener Innovationshub mit dem Ziel konzerninterne und externe Geschäftsideen mit Energiebezug zu fördern und zu marktfähigen Geschäftsmodellen zu entwickeln.
Aus dem :agile Team heraus coachen wir die Ideengeber drei Monate im sogenannten Accelerator beim Erstellen des Business Plans, bei Vertriebs-, Marketing- und juristischen Fragen, Stellen Räumlichkeiten und ein maximales Budget von 30.000 EUR zur Verfügung. Im Anschluss an die dreimonatige Accelerator-Phase findet der Demo Day vor den Exekutives aus dem E.ON-Konzern statt. Dort wird entschieden, ob das Projekt fortgesetzt oder gestoppt wird.
#SW_DUS: Warum haben Sie sich dazu entschlossen, mit ihrer Firma, das Startup Weekend zu unterstützen?
Inga: In Düsseldorf steht die Start Up Szene noch am Anfang. Wir sehen hier jedoch viele Leute, die Lust haben, was zu bewegen und neue Ideen anzustoßen. Deshalb ist es klasse, dass Startup Weekend jetzt auch nach Düsseldorf kommt.

#SW_DUS: Was ist euch bei der Auswahl von Startup-Projekten wichtig?
Inga: Der Kunden und der Kundennutzen sollte im Fokus stehen. Darüber hinaus haben unsere geförderten Projekte alle einen Bezug zur Energiewirtschaft.
Aber vor allem möchten wir den Ideengeber hinter dem Projekt kennenlernen. Hat er Unternehmergeist, besitzt er ein hohes Maß an Selbstmotivation, hält er strikt an seiner ersten Idee fest oder ist er flexibel genug auf Kunden- und Marktbedürfnisse einzugehen und seine Geschäftsidee anzupassen?

#SW_DUS: An welchen Zielen messt Ihr den Erfolg eures Engagements?
Inga: Top wären ein oder zwei Teilnehmer, die sich mit ihrer Geschäftsidee für unser accelerator Programm bewerben und Lust haben ihre Idee mit Hilfe des :agile Teams voran zu treiben.

#SW_DUS: Was würden sie neuen Gründern mit auf den Weg geben?
Inga: Hinterfrage deine Geschäftsidee, „krempele“ sie von links nach rechts und von rechts nach links. Teste deine „value propositon“ an potentiellen Kunden. dann hast du eine reelle Chance, dass deine Idee am Markt fliegt.

#SW_DUS: Warum sollte man am Startup Weekend Düsseldorf teilnehmen?
Inga: Um jede Menge Spaß zu erleben und Inspiration mitzunehmen! Super Plattform zum Networken. Und als Teilnehmer kann man wahnsinnig viel lernen und das nicht theoretisch, sondern indem man ganz hands-on im Team zusammenarbeitet.




Ein Interview mit Uwe Kerkmann

Einer der größten Förderer des Startup Weekends in Düsseldorf und der Gründerszene überhaupt in Düsseldorf ist die Stadt selber und mit ihr auch die Wirtschaftsförderung. Wir haben mit dem Leiter Uwe Kerkmann über die Startup-Szene in Düsseldorf gesprochen und er hat uns sehr spannende und interessante Antworten gegeben.

#SW_DUS: Hallo Herr Kerkmann, wir freuen uns, dass Sie sich die Zeit für ein Gespräch mit uns genommen haben. Können Sie uns zunächst erklären, was die Aufgaben einer städtischen Wirtschaftsförderung überhaupt sind?
Uwe Kerkmann: Als Wirtschaftsförderung kümmern wir uns um die Belange der Unternehmen in unserer Stadt. Dazu zählt natürlich insbesondere auch die Unterstützung von innovativen Start-up-Ideen. Unser Ziel ist es, die Wirtschaftskraft Düsseldorfs auszubauen. Dazu initiieren wir langfristige Projekte, um die Rahmenbedingungen am Standort zu optimieren, siedeln neue Unternehmen aus dem In- und Ausland in Düsseldorf an, unterstützen Start-ups und engagieren uns in Branchennetzwerken.
#SW_DUS: Die Wirtschaftsförderung ist einer der größten Unterstützer des Startup Weekend. Was sind die Gründe dafür?
Uwe Kerkmann: Es ist das klar formulierte Ziel unseres neuen Oberbürgermeisters Thomas Geisel und der Wirtschaftsförderung, Düsseldorf in den nächsten Jahren zu einer international bekannten Start-up Metropole auszubauen. Dafür haben wir eine gute Ausgangslage, und es gibt bereits viele hilfreiche Initiativen und Netzwerke in unserer Stadt, die Start-ups unterstützen. Wir sind grundsätzlich offen für alle Aktivitäten, die auf unsere Ziel einzahlen, den Gründer-Spirit am Standort Düsseldorf zu fördern und gute Ideen zutage zu fördern. Daher finden wir das Start-up Weekend und Euer Engagement als Orgateam toll und bringen uns gerne ein. Das Event ist eine herausragende Gelegenheit, um viele Gründungsbegeisterte in Düsseldorf zusammen zu bringen und ein Wochenende lang ihre Ideen durchspielen zu lassen.
#SW_DUS: Wie helfen Sie Gründungsinteressierten. Welche Services könnte ich als Gründer bei Ihnen in Anspruch nehmen?
Uwe Kerkmann: Neben unseren strategischen Aktivitäten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Start-ups in Düsseldorf über unser Gründungsnetzwerk hilft unser Start-up Team bei der Wirtschaftsförderung Gründern vor allem ganz individuell. Wir stehen vom ersten Durchrechnen einer Idee über die Ausarbeitung eines Geschäftsmodells bis hin zur Kontaktvermittlung zu Investoren zur Verfügung. Wenn es an die Umsetzung der Unternehmensidee in Düsseldorf geht, stehen wir Start-ups als Partner zur Seite und unterstützen beim notwendigen Gang durch die Institutionen durch eine zentrales Genehmigungsmanagement. Wir bei der Suche nach einem passen Ort für den Start, bei der Suche nach einer Immobilie oder ein Platz in einem Co-Working Space. Wichtig für viele Start-ups ist der Kontakt zu anderen Unternehmen, Partnern und Kunden am Standort. Diese Kontakte können wir über unsere großen Branchennetzwerke herstellen.

#SW_DUS: Ist die Wirtschaftsförderung nur interessant, wenn ich eine Gründung vorhabe, die den lokalen Markt betrifft?
Uwe Kerkmann: Nein, wir unterstützen Start-up Ideen durchaus unabhängig vom lokalen Markt. Es ist natürlich interessant für uns, dass das Wachstum eines jungen Unternehmens oder einer guten Idee von Düsseldorf aus organisiert und generiert wird und die Homebase des Start-ups unsere Stadt ist. Wir haben einen großen Schwerpunkt unserer Arbeit im Bereich der innovationsgetriebenen skalierbaren Geschäftsmodelle. Auch für die bietet Düsseldorf mit seinem riesigen Kundenpotenzial – ich denke dabei sowohl an End- als auch an Firmenkunden – einen tollen Einstiegsmarkt. Der Standort ist aber auch eine gute Plattform für nationale, vor allem aber auch für internationale Kontakte. Und auch in diese Richtung werden wir künftig das Wachstumspotenzial am Standort noch stärker fördern, indem wir unsere internationale Netzwerke, sei es in Tel Aviv, Boston, Shanghai oder Tokyo in diese Richtung weiter entwickeln. Gerade internationale Vernetzung und die starke Präsenz ausländischer Konzerne in Düsseldorf bieten hier bessere Voraussetzungen, als sie andere Standorte in Deutschland haben.
#SW_DUS: Warum sollte ich als Gründer in Düsseldorf gründen? Welche Vorteile bietet die Stadt jungen Unternehmen?
Uwe Kerkmann: Da fallen mir zahlreiche gute Gründe und Vorteile ein: Düsseldorf bietet ein engmaschiges Netzwerk für die Unterstützung von Start-ups in den unterschiedlichen Phasen der Unternehmensgründung und für das Wachstum junger Firmen. Zu den bereits vorhandenen Angeboten von bezahlbaren Büros, Gewerbeflächen und mehreren Co-Working Spaces werden in Kürze weitere attraktive Raum- und Serviceangebote für einen guten Start in Düsseldorf kommen. Die Düsseldorfer Wirtschaft ist sehr breit aufgestellt und bietet eine sehr große Branchen- und Themenvielfalt. Hier finden sich in vielen Technologiebereichen, im Service, im Retail oder im Marketing viele Anknüpfungspunkte für innovative Ideen. Dazu kommen grundsätzlich eine optimale Verkehrsanbindung, die kurzen Wege innerhalb der Stadt, ein großes lokales Markt- und Kooperationspotenzial mit Weltkonzernen und einem starken Mittelstand. Und Düsseldorf bietet eine wirklich herausragende Lebensqualität, eine lebendige Stadtgesellschaft mit großem Kultur-, Sport- und Freizeitangebot. Diese Faktoren machen es hier für Start-ups auch einfacher, qualifizierte Arbeitskräfte  zu finden.
#SW_DUS: Gerade für ein neues Unternehmen ist es oft schwierig etablierte Unternehmen zu finden, mit denen man kooperieren kann bzw. sie als Kunden zu akquirieren. Können Sie hierbei helfen? Stellen Sie auch Verbindungen zu Unternehmen her?
Uwe Kerkmann: Ja, das ist eine unserer wichtigsten Tätigkeiten im Bereich der Clusterbetreuung. Wir betreiben in Düsseldorf für diesen Zweck Branchennetzwerke wie die Digitale Stadt, das Fashion Net oder das LifeScienceNet, und es gibt sehr erfolgreiche Formate, wie den BioRiver-Boost-Wettbewerb, der beispielsweise junge Biotechunternehmen mit den etablierten Pharmaunternehmen der Region zusammen bringt. Das Thema der Kontaktvermittlung spielt im Rahmen der Start-up Initiative der Wirtschaftsförderung eine sehr wichtige Rolle und wird derzeit von uns sehr aktiv ausgebaut.
#SW_DUS: Was möchten Sie den Teilnehmern des Startup Weekend mit auf den Weg geben?
Uwe Kerkmann: Have fun – und nehmt die Gründungsbegeisterung des Start-up Weekends mit in Euer eigenes Projekt.




Unser Sponsor MyMüsli

MyMüsli stellt uns zum Startup Weekend einige Portionen aus ihrem leckeren Sortiment zur Verfügung – das habt ihr vielleicht schon den Postings bei Facebook entnommen. Hier folgen jetzt noch ein paar Infos über das Startup MyMüsli:

3 Freunde, eine Fahrt zum Badesee und ein Radiospot über Frühstücksflocken – So entstand die Idee, Müsli zum selber Mixen über das Internet anzubieten. Auf der Website mymuesli.com kann sich jeder sein Lieblingsmüsli aus rund 80 Bio-Zutaten und mehr als 566 Billiarden Variationsmöglichkeiten selbst zusammenstellen. Aber das ist längst nicht alles: Aus den Wunschzutaten uns Lieblingskombinationen der Müsli-Freunde entstehen auch fertige Müslimischungen. Neben ganz viel Liebe enthalten die Premium-Müslis nur hochwertige Zutaten und keine künstlichen Zusätze wie Farb- und Aromastoffe. Und das schmeckt man Löffel für Löffel. Die 3 Jungunternehmen Max Wittrock, Hubertus Bessau und Philipp Kraiss wurden für ihr Geschäftsmodell unter anderem mit dem Young Business Award 2012 und dem Deutschen Gründerpreis 2013 ausgezeichnet.




UBER und die Gründerszene

Von UBER habt ihr in den vergangenen Wochen und Monaten vermutlich alles schon viel gelesen und gehört. Und vielleicht hat den Service ja auch der ein oder andere bereits genutzt? Wir möchten euch hier UBER vorstellen, weil UBER einer unserer Unterstützer ist und beim Startup Weekend auch das ein oder andere Goodie für euch mitgebracht habt. Wir haben mit dem Team von UBER gesprochen über ihren Service und die Verbundenheit mit der Startupszene gesprochen. Viel Spaß beim Lesen!

#SW_DUS: Toll, dass ihr euch Zeit für ein Gespräch genommen habt. Es gab in den letzten Monaten viel Berichterstattung über UBER – nicht alles was berichtet wurde, war richtig bzw. voll umfänglich. Aber vielleicht könnt ihr erstmal genau erklären, was UBER macht.

UBER: Uber ist eine Plattform, die Fahrer und Mitfahrer über eine Smartphone-App verbindet und so individuelle Mobilitätsmöglichkeiten erweitert. Wir bieten weltweit und in Deutschland mit einer App mehr Auswahl, um von A nach B zu kommen. In Düsseldorf sind wir aktuell mit uberTAXI und uberPOP am Start, und wir arbeiten immer daran, weitere Optionen für Fahrer und Nutzer anzubieten.

#SW_DUS: Könnt ihr etwas zur Geschichte von UBER erzählen?

UBER: Uber wurde 2009 in den USA gegründet und ist seit 2013 auch in Deutschland aktiv. Aktuell sind wir in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und München vertreten. Weltweit gibt es Uber in 300 Städten in 54 Ländern – überall bargeldlos, sicher, zuverlässig und mit der gewohnten Qualität. .

#SW_DUS: Was ist auf dem deutschen Markt anders als z.B. in den USA? Was macht ihn aus, im Positiven und im Negativen?

UBER: Der deutsche Mobilitätsmarkt befindet sich derzeit im Umbruch – nicht nur Ridesharing-Dienste wie Uber, sondern auch Carsharing-Anbieter bieten echte Alternativen zum eigenen Auto. Das Thema Nachhaltigkeit spielt hier eine große Rolle. Wir erleben, dass Nutzer sehr offen für neue, kostengünstige Alternativen sind und mehr Auswahl begrüßen. Allerdings erschweren gesetzliche Regulierungen, die noch aus den 1960er Jahre  stammen, den Fortschritt – die Gesetze waren damals natürlich nicht auf die digitale Transformation ausgerichtet. Um den Anschluss an diese Entwicklung nicht zu verpassen, müssen alte Gesetze überdacht und reformiert werden. Wir sind daher auch auf politischer Ebene in einem konstruktiven Dialog.

#SW_DUS: UBER wird gerne als der Bösewicht dargestellt – warum seid ihr einer der Guten?

UBER: Nun, Bösewichte verbinden täglich nicht hunderttausende von Nutzern mit tausenden von Fahrern und helfen Menschen, sich sicher in Städten zu bewegen :-). Aber konkret bedeutet Uber, mehr Auswahl zu haben und einfacher durch die Stadt zu gelangen. Bestehende Strukturen zu verändern, bedeutet auch, Mut zu beweisen. Den haben wir. Dass dabei auch kritische Stimmen zutage kommen, ist in einem solchen Prozess völlig legitim. Wir stehen jedem Diskurs offen gegenüber.

#SW_DUS: Kommen wir mal zur Startupszene. Was verbindet euch mit dieser Community?

UBER: Auch wenn wir bereits weltweit aufgestellt sind, startet jeder Standort zunächst als lokales Startup. Es ist wichtig, die regionalen Gegebenheiten zu kennen und sich vor Ort zu vernetzen – und hier spielt die Startup-Szene sicher eine große Rolle, da die Community in der Regel sehr technikaffin ist und gerne Neues ausprobiert. Außerdem bringt der Austausch mit kreativen Köpfen immer einen großen Mehrwert mit sich – frische Ideen, netzwerken und partnerschaftliche Kooperationen sind für beide Seiten eine Win-Situation.

#SW_DUS: Ihr seid einer der Unterstützer des Startup Weekends, was gefällt euch an dem Format? Was macht es eurer Meinung nach aus?

UBER: Es ist wichtig, dass die Düsseldorfer Startup-Szene feste Institutionen und Veranstaltungen etabliert, so wie es eben der Gründerstammtisch schon seit längerer Zeit vormacht. Das Startup-Weekend bietet nicht nur intensiven Austausch, sondern fördert vor allem junge Talente, die sich ausprobieren und ihre Business-Idee auf die Probe stellen können. Beide Seiten – etablierte Unternehmen und junge Nachwuchstalente – können hiervon profitieren. Vielleicht möchte sich einer der Unternehmer in Gründung ja mit der Uber-API selbstständig machen, wer weiß.

#SW_DUS: Was möchtet ihr den Teilnehmern des Startup Weekend für das Wochenende mit auf den Weg geben?

UBER: Seid mutig, seid kreativ und lasst euch von Neuem inspirieren. Jeder Input – auch Kritik – ist wichtig, um eure Idee weiter voran zu bringen. Und das Wichtigste: Habt Spaß an dem, was ihr tut! Das Startup Weekend ist die beste Gelegenheit dazu.




Florian unser Technopreneur

Last but not least: Wir haben unseren Florian interviewed. Was er beruflich macht und wie er mit der Startup-Szene verbandelt ist, lest ihr hier:

#SW_DUS: Hey Florian, wir kennen dich ja schon, aber stell dich doch einmal kurz vor.

Florian: Wenn ich ein Wort hätte, wäre dies Technopreneur. Bereits vor acht Jahren hat mich die Entrepreneurship-Szene gepackt und ich fand Gefallen daran, Visionen zu realisieren und nicht hinter der Schädeldecke verstauben zu lassen. Dazu liebe ich es zu Coden. Für mich passen diese beiden Welten sehr gut zueinander!

#SW_DUS: Das klingt so, als würdest du den ganzen Tag vor dem Computer sitzen.

Florian: Es gibt Tage, an denen ich mir das wünschen würde, doch solche Tage sind gezählt. Es gibt in einem Startup-Team immer vieles, was nebenbei anfällt. Teammeetings, Diskussionen, Synnergien schaffen, Bewerbungsgespräche vorbereiten und führen und viele andere Zeitfresser. Dazu kommt in verhältnismäßig kleiner Stundenzahl das Organisieren des Entrepreneurship Clubs, das Startup Weekend und Hacka{MEANA}, das ebenfalls diesen Monat in Dubai stattfindet.

#SW_DUS: Warum ergibt das SUW in Düsseldorf Sinn?

Florian: Wir liegen mitten im einer der größten Industriegebiete der gesamten Welt. Düsseldorf hat viel ungenutztes Kapital, eine international verbundene Infrastruktur. Dazu bietet es bereits einiges für die Start-up-Szene: Meetups und Facebook-Gruppen, den Gründerstammtisch des CEDUS und der DIWA, das Gründerfrühstück, das StartupDorf, die Gründergarage, das Gewächshaus, Pitch-Party der Wirtschaftsjunioren – um eine spontane Auswahl zu nennen. Einigen ist es gar nicht so bewusst, dass in Düsseldorf bereits einige Start-ups unter uns weilten, auch welche mit beträchtlichen Exits wie Trivago. Einen kleinen Bruchteil davon versuchen wir auf dem Startup Weekend in Form von Mentoren, Jury und Teilnehmer zu vereinen.

#SW_DUS: Was erhoffst du dir vom SWDUS?

Florian: Ich hoffe, dass Menschen mit Ideen auf Menschen mit den richtigen Werkzeugen treffen. Gestalter, die eine Idee gut validieren und schnell zu einem Produkt formen können. Menschen, die dann dann bei Umsetzung helfen können – mit ein wenig Salz von den Mentoren. Dazu dann ein bisschen Pfeffer an qualitivem Feedback von der Jury. Am Ende des Wochenendes wünsche ich mir Teilnehmer, die ein tolles und inspirierendes Wochenende durchlebt haben. Vielleicht gibt es ja auch den ein oder anderen, der das Ökosystem weiter ausbauen wird. Ich glaube, dass dieses Format des Startup-Weekends, welches international schon immerhin in über 50% aller Länder auf dieser Welt stattgefunden hat, ein sehr geeignetes Format für jeden ist, der für einen zeitlich überschaubaren Rahmen in die bunte Welt der Startup Szene reinschnuppern möchte. Rise and shine, Mr. Freeman!




nerdhub – Startup Weekend goes Live-Stream

Wir haben es ja bereits bei Facebook angekündigt, am 19.04. werden die Final Pitches live in alle Welt und das Weltall ins Internet übertragen! Und dass das überhaupt funktioniert verdanken wir Thomas Riedel, dem Gründer von nerdhub.com. Im folgenden Gespräch reden wir mit ihm über seine Gründung.

#SW_DUS: Hallo Thomas, du bist der Gründer von nerdhub. Erzähl uns doch zuerst einmal, was nerdhub ist bzw. macht.

Thomas: Gerne! NERDHUB ist ein Event-Aggregator für die deutsche Tech- und Kreativ-Szene. Wir sammeln alle Events, die etwas mit diesem Internet, Innovation oder Technologie zu tun haben und bereiten die so auf, das man eine Übersicht über die lokale Szene bekommt. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz: Wir nehmen uns nicht nur eine Branche vor, sondern decken in 13 Kategorien so ziemlich alles ab was es gibt. So ist für jeden was dabei und es besteht die Möglichkeit Events zu entdecken, die man durch seine Filterblase niemals entdeckt hätte. Für NRW machen wir das schon sehr gut. Andere Regionen und Städte sind im Aufbau.

#SW_DUS: Wie kam es denn dazu, dass du dich mit nerdhub selbstständig gemacht hast? Wie war denn dein Werdegang und gab es ein Schlüsselerlebnis?

Thomas: Eigentlich bin ich ja Journalist. Während meines Volontariats fragte ich mich: Wo kann ich interessante Interviewpartner finden? Ich sammelte in meinem privaten Googlekalender Termine in Köln und veröffentlichte die auf meinem Blog (www.droid-boy.de). Das war zu der Zeit, als es noch Google Latitude gab und man in Echtzeit mitverfolgen konnte, wo ich mich gerade aufhalte. Das Schlüsselerlebnis war dann auf einem Event, als mich jemand ansprach und sagte: “Hey, du bist doch der Droid Boy mit dem coolen Kalender! Habe ich gleich mal abonniert!” Da war mir klar, das es eine Marktlücke gibt. Zu der Zeit fokussierte ich mich auf Social Media Events und parallel dazu gab es einen Kollegen, der sich auf Entwickler-Events spezialisiert hatte. Wir kamen zusammen, bildeten mit weiteren Developern und einer Designerin ein Team und entwickelten NERDHUB. Das lief ganz gut an, insbesondere da wir das erste Stipendium des damals frisch eröffneten Startplatzes in Köln bekamen. Wie so oft steht und fällt so ein Projekt aber mit dem Team. Nach einem halben Jahr trennten wir uns trotz guten Starts und ich machte alleine weiter. Einen Relaunch und 2 1/2 Jahre später stehen wir so gut da wie nie zuvor: Wir haben mehrere Kuratoren in ganz Deutschland und aggregieren deutschlandweit über 60 Events pro Woche, davon 30 allein in NRW. Wir haben sogar so etwas ähnliches wie ein Geschäftsmodell 😉

#SW_DUS: Was lief nicht so richtig rund und was ging viel besser als erwartet?

Thomas: Im Grunde ist so ein Kalender ein Newsmagazin, das es so aber noch nicht gab. Das heisst, wir mussten erst einmal herausfinden, was funktioniert. Der größte Schmerz ist im Grunde, das die persönlichen Ideale nur wenig mit dem zu tun haben, was ein funktionierendes Geschäftsmodell sein könnte. NERDHUB betrachte ich noch immer als ein journalistisches Medium. Wir sammeln Informationen, bereiten sie auf und verteilen sie in den Kanälen. Es gilt also eine Balance zu finden zwischen Glaubwürdigkeit und Rentabilität. Zugegebenermaßen sind wir da noch längst nicht perfekt. Aber mit steigendem finanziellen Druck wächst die Bereitschaft Kompromisse einzugehen. Wenn ich an die ersten Anfänge zurückdenke, kommen wir dem Ziel aber immer näher.

#SW_DUS: Was ist für nerdhub bzw. dich die größte Herausforderung?

Thomas: Wachstum! Die Menge an verfügbaren Events ist phänomenal. Sich nicht zu übernehmen ist eine gar nicht leichte Aufgabe, gibt es doch so viele interessante Events, die ich gerne in NERDHUB einpflegen würde. Es hilft sich einen Plan zu machen und Ziele zu definieren. Erst wenn die erreicht sind, geht es weiter. Im Moment gilt es einen Partner ins Boot zu holen, wie zum Beispiel einen Verlag, der die digitale Power von NERDHUB gut gebrauchen könnte.

#SW_DUS: nerdhub ist derzeit noch in der Beta-Phase, wann verlasst ihr diese und was passiert bis dahin noch auf der Seite, was wird sich noch verändern?

Thomas: Im Grunde gefällt mir die dauernde Beta-Phase ganz gut. Ein bisschen wie beim betahaus. Wenn man uns eine Versionsnummer geben müsste, dann wären wir wohl bei NERDHUB 2.1. Spätestens mit neuem Partner und ein paar weiteren Überarbeitungen würde ich dann mal das beta-Schildchen entfernen. Das wäre dann wohl 3.0

#SW_DUS: Du hast schon das Kölner Startup Weekend mit einem Livestream begleitet. Was macht denn aus deiner Sicht, das Format Startup Weekend aus?

Thomas: Bei einem Startup Weekend knistert die Luft. Es herrscht eine kreative, produktive und eifrige Atmosphäre, die man sonst nur auf einem BarCamp antrifft. Mit dem Unterschied, das es hier nochmal ein wenig mehr zur Sache geht. Schließlich soll Geld verdient werden. Und da wird es für mich spannend. Denn während es bei einem BarCamp sehr kooperativ und sozial zugeht, kann es auf dem Startup Weekend schon auch mal ruppig werden. Was mich als Journalist da am Meisten interessiert: Wie entwickelt sich ein Team? Und haben sie das Potential auch nach dem Startup Weekend zu bestehen? Am Anfang finden sich vielleicht alle ganz cool. Aber was passiert, wenn es ums Geld geht? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das auch schnell mal das Ende sein kann.

#SW_DUS: Was möchtest du den Teilnehmern in Düsseldorf mit auf den Weg geben?

Thomas: Its all about the Team! Ideen hat jeder, Geschäftsmodelle kann man entwickeln. Dafür braucht es aber Zeit. Aber wenn ihr es schafft ein gutes Team auf die Beine zu stellen, dann könnt ihr auch nach dem Startup Weekend Düsseldorf Investoren begeistern. Alles Gute!




Mediencluster NRW

Einer unserer Medienpartner ist das Mediencluster NRW. Sollte das nicht allen von euch Lesern da draußen ein Begriff sein, findet ihr hier eine kurze Beschreibung – und einen Link zur Website – einfach hier klicken.

Das Mediencluster NRW ist Anlaufpunkt und Ansprechpartner für die digitale Medienszene in NRW. Startups, jungen Kreativen und Unternehmen bieten wir ein umfassendes Service- und Informationsangebot. Wir vernetzen, informieren zu Förderung und Finanzierung, begleiten bei Gründung und beraten bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen. Wir schaffen Sichtbarkeit für die Branche auf Messen und Märkten im In- und Ausland und tragen aktiv zur Vernetzung und Weiterentwicklung des digitalen Medienstandorts NRW bei.

Thilo Hecking vom Mediencluster wird uns am Wochenende auch besuchen. Wenn ihr Fragen habt, wird er euch sicherlich gerne zur Verfügung stehen.




Barbara Hein – unsere PR-Expertin

Zusammen mit Gian kümmert sich Barbara um die Pressearbeit des Startup Weekends in Düsseldorf. Sie steht dazu in Kontakt mit regionalen und überregionalen Redaktionen.

#SW_DUS: Hi Barbara, erzähl uns doch mal, was du so machst und was du mit Startups zu tun hast.

Barbara: Ich arbeite freiberuflich im Social Media Marketing für Startups und in der Messebetreuung. Mich hat es schon immer gereizt eine meiner vielen Ideen als business umzusetzen und so kam es, dass ich mich zum Zweitstudium an der Heinrich-Heine-Universität eingeschrieben habe, um BWL mit Schwerpunkt Entrepreneurship zu studieren. Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass Gründen ein Handwerk ist, das man lernen kann. Und so lernte ich im im Entrepreneurship Club Düsseldorf (ECD), eine studentische Gründerinitiative an der HHU, auch meine heutige Business-Partnerin kennen, mit der ich gerade ein Startup für interkulturelle Projekte auf die Beine stelle, was auch wieder sehr gut zu meinem ersten Studium der Kulturanthropologie passt. So fügt sich eines zum anderen.

#SW_DUS: Wie kamst du zum Startup Weekend Düsseldorf?

Barbara: Ich hab ja Erfahrung in der Pressearbeit und so kamen Gian und Florian auf die Idee, dass ich doch das SW_DUS mit meinen Kenntnissen unterstützen könnte. Ich halte das SW_DUS für ein wirklich sinnvolles Event, das viele Gründerinteressierte ein ordentliches Stück voran bringen kann. Wie kann man mehr übers Gründen lernen, als durchs Ausprobieren mit der Unterstützung von Mentoren und dem Rat einer wirklich hochkarätigen Jury.

#SW_DUS: Was denkst du über den Gründer-Standort Düsseldorf

Barbara: Ich glaube, die Gründerszene in Düsseldorf wächst stetig und ich finde es gut, dass es auch von öffentlicher Seite so viel Interesse an dem Thema gibt. Es kommt ja sogar der Bürgermeister zur Veranstaltung und eröffnet sie. Das finde ich schon ein gutes Statement von Seiten der Stadt. Und die Heinrich-Heine-Uni ist ja beim bundesweiten EXIST IV – Wettbewerb “Die Gründerhochschule” ausgezeichnet worden, was ja auch der Grund war, warum ich nun in Düsseldorf studiere.




Markus Schranner – unser Facilitator

Unser Moderator bzw. Facilitator beim Event ist Markus Schranner. Ihr könnt euch da mindestens so sehr drauf freuen wie wir im Orga-Team, denn Markus ist einer der allerbesten! Wir haben mit ihm gesprochen und er hat uns erklärt, was der Verein Startup Germany e.V. macht, wie er zu Gründung steht und was für ihn das Startup Weekend ausmacht.

Wer ist Markus überhaupt:

Nach dem BWL-Studium übernahm Markus die Aufgaben des KVP/Lean-Managers, EMEA für die United Technologies Corporation. Im Anschluss baute er eine kleine Unternehmensberatung für Prozessoptimierung und IT auf. Diese wurde 2011 von der Piryx, Inc./Rally.org aus San Francisco, CA übernommen und wurde so zum Mitgründer und Geschäftsführer der Rally.org Europa berufen. Seitdem ist er auch freier Strategieberater mit Fokus auf Geschäftsmodelle im Online-Payments- und eCommerce-Bereich aktiv. Ende 2013 gründete er die Organisation Startup Germany e.V. mit und wurde ihr Vorstandsvorsitzender.

#SW_DUS: Markus du hast vor einigen Jahren eines der ersten Startup Weekend organisiert. Wie siehst du die Entwicklung der SWs in Deutschland?

Markus: Das Orgateam Marcia und Jens und ich haben gerade zu Beginn unserer Reise große Schwierigkeiten gehabt, das Konzept zu erklären und an Sponsoren zu “verkaufen”. Was genau soll das bedeuten, ihr lasst die Leute an einem WE ein Unternehmen gründen? Das geht doch gar nicht! Und wie sorgt ihr überhaupt dafür, dass ihr die besten Gründer da habt? Das haben wir sehr oft gehört. Bei unserem ersten Event haben wir sogar selbst noch Geld draufgelegt, damit das Event überhaupt starten konnte. Mittlerweile ist daraus jedoch eine große Community entstanden und wir haben zum Glück nicht nur tolle Leute in ganz DE, sondern auch die Unterstützung einiger großartiger Sponsoren, die uns die Events immer besser organisieren lassen. Düsseldorf ist ja eines der besten Beispiele dafür. Zusätzlich hatten wir letztes Jahr beinahe 20 Startup Weekends in Deutschland, ich denke mehr ist dazu wohl nicht zu sagen, oder?

#SW_DUS: Woher kommt deine Nähe und Leidenschaft zum Thema Gründung?

Markus: Laut meiner Mutter habe ich ihr bereits mit 6 Jahren angedroht, dass ich einmal mein eigenes Unternehmen besitzen werde. Das geriet bei mir zwar lange in Vergessenheit, aber die Richtung habe ich nie verloren. Während meiner Schulzeit und in der Ausbildung habe ich PC’s konfiguriert und verkauft, danach lizenzfreie Desingermöbel in China fertigen lassen und per Ebay verkauft und schließlich ein Unternehmen in den USA mitgegründet. Ich glaube ich habe einfach nie eine Organisation gefunden, in die ich mich hätte völlig integrieren können. Deshalb musste ich mir immer meine eigenen Rahmenbedingungen schaffen. Und das habe ich getan. Und diese tolle Erfahrung möchte ich gerne zurück- und weitergeben.

#SW_DUS: Du bist einer der Gründer des Startup Germany e.V. Was sind eure Ziele und welche Rolle hast du?

Markus: Mit Startup Germany e.V. haben wir zwei Ziele verfolgt. Zuerst einmal habe ich in den letzten Jahren zu oft gehört, dass eine Gründung ohne Investor nicht möglich ist. Deshalb haben wir uns dazu entschieden ein Bootstrapping zu machen und haben uns dafür die komplizierteste Gesellschaftsform in DE gesucht. Frei nach dem Motto – wenn wir das schaffen, können das andere auch!

Das Ziel der Organisation ist das Unternehmertum als Karriereoption fest in Deutschland zu verankern und die entsprechenden Bildungsoptionen sichtbar zu machen (es gibt in DE mehr als man nach dem Konsum so mancher Pressemeldung oder Rede glauben könnte) und was es noch nicht gibt selbst zur Verfügung zu stellen. Dazu fahren wir einen partnerschaftlichen Ansatz und arbeiten zum Beispiel sehr eng mit IHKs und Universitäten zusammen. Und schließlich sehen wir es als unsere Aufgabe ein nationales und internationales Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

#SW_DUS: Du bist nun also unser Facilitator. Erst einmal ganz herzlichen Dank, dass du diesen Part beim Event übernimmst. Was ist dir als Facilitator wichtig den Teilnehmer mitzugeben?

Markus: Was nicht angefangen ist wird niemals fertig werden (Johann Wolfgang von Göthe)! Wir leben in einer Zeit, in der eigentlich nahezu alles möglich ist. Aber anstatt die Dinge zu verbessern reden wir gerade in DE zu viel davon. Wir leben in einem der tollsten und aktuell am meisten beachteten Land der Erde. Das gibt uns mehr Chancen als die meisten erkennen. Lasst
uns anfangen!

#SW_DUS: Wenn du es auf drei Punkte runterbrechen würdest – worum geht es bei einem Startup Weekend?
Markus: Machen, machen, machen!




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