← Techstars Blog

Die richtige Idee für das eigene Business ist erst der Anfang eines langfristigen Plans, die darauffolgenden Schritte sind entscheidend für den weiteren Erfolg. Um das Projekt zum Unternehmen wachsen zu lassen, kommt kein Weg an einem professionellen Corporate Design vorbei. Auch wenn es schwierig ist seine gesamten Ideen, Werte und Ziele in ein einziges Logo zu stecken, ist dies notwendig um sich richtig zu positionieren und gegenüber potentiellen Kunden aufzufallen. Mit diesen wichtigen Tipps für professionelles Logo Design ist der Erfolg so gut wie sicher.

#1 Verwendbarkeit des Namens testen

Sollte bisher noch kein Name feststehen, ist es gut einige Ideen zu sammeln und verschiedene Namen per User-Tests auszuprobieren. Nicht immer ist die kreativ-abstrakte Variante eines Namens auch die beste, denn diese kann sehr leicht missverstanden werden. Pen Island ist nur eines der vielen Beispiele von Namen, die besser nicht in eine URL hätten umgewandelt werden sollen. Daher sollte man darüber nachdenken wie man den Namen nutzen möchte, um zu entscheiden, ob dieser geeignet ist.

#2 Zeitloses Design finden

Design Trends kommen und gehen, das Internet hat diesen Prozess nur noch beschleunigt. Von den Anfängen des Web 2.0 bis zum heutigen Flat Design, jedes Design, das sich zu sehr auf den Stil seiner Zeit verlässt wird schon in Kürze nicht mehr aktuell sein.

Richtet man sich stattdessen nach klassischen Design-Richtlinien um die Marke aufzubauen, sind die Chancen hoch, dass diese auch über Jahre bestehen kann. Ein aussagekräftiges Design ist der einfachste Weg, um die Corporate Identity zu kommunizieren.

#3 Auch in schwarz-weiß gut aussehen

black-white

Logo Design von Timall68

Nur sehr wenige Designer werden am Anfang den Vorschlag machen, das Design zunächst in schwarz-weiß zu konzipieren, um dann am Ende die Farben hinzuzufügen.

Früher war dies jedoch der gängige Weg, um an ein Logo heranzugehen. Denn es musste damals vor allem für den Druck geeignet sein, dessen Möglichkeiten noch sehr limitiert waren. Heutzutage hat der Druck zwar an Relevanz verloren, aber die schwarz-weiß Regel gilt trotzdem noch. Auch wenn man selbst nur online unterwegs ist, sollte das Logo auf grafischem Material von Kooperationspartnern abgedruckt werden können. Lässt man die Farbe zunächst aus dem Spiel kann man sich zudem voll und ganz auf die Struktur und den Leerraum des Designs konzentrieren. Im frühen Design-Prozess können Farben von diesen wichtigen Elementen ablenken.

#4 Überall einsetzbar sein

Genau wie das schwarz-weiß Design ist auch die flexible Nutzbarkeit des Logo Designs wichtig. Ein exzellentes Logo funktioniert in verschiedenen Größen, von einer gigantischen Landing Page bis zur Miniaturansicht für die Pressemitteilung.

Es empfiehlt sich verschiedenen Versionen des Logos für verschiedene Größen und auch für helle und dunkle Hintergründe zu kreieren. Wenn man diese Maße von Anfang an festlegt, ist das Logo immer einsetzbar, wenn man es braucht.

#5 Entscheidungen treffen: Wort- oder Bildmarke? Beides!

Man kann mit Sicherheit sagen, dass jedes Unternehmen eine Wortmarke benötigt – sprich ein Logo aus Buchstaben. Bildmarken hingegen sind nicht immer notwendig, denn sie kommunizieren die Marke durch ein Symbol und gelten daher als abstrakt. Die Nutzung diverser Kanäle kann jedoch eine Bildmarke erzwingen, zum Beispiel bei der Anpassung des Designs an die Facebookseite, für deren kleines Profilbild sich ein Symbol eher eignet.

abyssal-exploration-logo

Logo Design von ID design team

Bei der Zusammenarbeit mit professionellen Designern, ist es hilfreich, wenn man den Unterschied zwischen Wort- und Bildmarke kennt und weiß, welcher Stil besser zum Unternehmen passt.

#6 Schriftart an Persönlichkeit des Unternehmens anpassen

Neben der Kommunikation über Wort und Schrift, hat jede Typografie eine eigene Persönlichkeit. Deshalb sollte man sich vor der Wahl der Schriftart ein paar Fragen stellen: Ist meine Marke modern oder klassisch? Richtet sie sich an Jugendliche oder Unternehmer Ende 40?

Man sollte sich überlegen, welche allgemeine Persönlichkeit das Unternehmen vertreten will und  welche Zielgruppe es ansprechen wird. Schriftarten verleihen dem Unternehmen dann den entsprechenden Look. Schriften mit Serifen werden zum Beispiel eher als förmlich wahrgenommen und runde Schriften ohne Serifen gelten als verspielt.

#7 Inspirieren lassen

Dieser Punkt ist für die Meisten zwar offensichtlich, aber es muss trotzdem gesagt werden. Der Geschmack ist von Person zu Person verschieden, daher ist es gut, wenn man Inspiration von verschiedenen Quellen bekommt. Ist man sich noch nicht sicher, wie das zukünftige Logo aussehen soll, kann es von Vorteil sein unterschiedliche Ideen zu erhalten und von mehreren Designern das Logo gestalten zu lassen. So kann man sich am Ende für das Design entscheiden, das am besten zum eigenen Unternehmen passt.

 

 

 

 

Anastasia Podolean



  • Super Artikel! Ich bin ebenfalls der Meinung, wenn das Budget auch noch so knapp ist, ohne ein professionelles Logo-Design wird der Erfolg über kurz oder lang vermutlich ausbleiben. Besonders gut finde ich den Punkt, das Logo zunächst in schwarz-weiß zu gestalten um sich wirklich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich habe mich gerade mit den häufigsten Fehlern beim Logo-Design auseinandergesetzt und dazu einen Artikel geschrieben. Vielleicht ist der Beitrag auch ganz interessant für den ein oder anderen: http://www.designenlassen.de/blog/2015/07/22/logo-design-7-fehler-die-sie-unbedingt-vermeiden-sollten/